Forstexperte informiert über den Zustand des Waldes in Vimbuch

Über Auen- wie Hochwald verfügt der Stadtteil Vimbuch. Am vergangenen Samstag informierte Revierleiter Johannes Bohn den neu gewählten Vimbucher Ortschafstrat über den Zustand des Waldes. In Vimbuch selbst liegt ein Großteil der insgesamt etwa 13 Hektar Auewaldfläche entlang der Autobahn. Dort wies der Forstexperte auf das Eschetriebsterben hin. Der verantwortliche  Pilz auch „Falsches Weißes Stengelbecherchen“ genannt, hat sich mittlerweile in vielen Ländern Europas etabliert und ist auch in Baden-Württemberg  flächendeckend in vielen Eschenbeständen anzutreffen.  Nur etwa fünf Prozent der Eschen würden es überleben, deutete Johannes Bohn auf deutlich gezeichnete Bäume in dem Bestand hin. Dabei ging er davon aus, dass sich das Bild noch drastisch verschlechtern wird. Es gehe nun darum, eine Baumart zu finden, die sich auf dem schweren Boden gut entwickeln könne. Prädestiniert wäre die Eiche, die jedoch einen hohen Pflegeaufwand in den Anfangsjahren erfordere. Auch bei Ulmen haben man mit Ulmensterben zu kämpfen. Denkbar wäre als Alternative dagegen die Anpflanzung von Pappeln. Bei Bühlertal, in Richtung Baden-Baden liegt der „Vimbier Wald“ (Distrikt 13, „Am Beerstein“) mit einer Fläche von 124 Hektar. Rund 30 Hektar davon waren vom Sturm Lothar betroffen. Johannes Bohn erläuterte wie sich die  Naturverjüngungsmaßnahmen entwickelt haben und dass man von Forstseite weiter auf die natürliche Verjüngung setze. Weitere Themen bei der Waldbegehung waren die Erholungsfunktion des Waldes sowie die wirtschaftliche Funktion des Waldes. Außerdem gab es für die Räte Einblick in die täglich anfallenden Waldarbeiten. So wurde ihnen unter anderem demonstriert wie mit Steigleitern ausgeastet wird oder die Holzernte erfolgt. Die Waldbegehung endete mit einem Wildgulaschessen – selbstredend vom heimischen Wildschwein.

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Autor: Judith

Judith Feuerer, Freie Journalistin

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