Breite Unterstützung durch Rasenpatenschaften

Die Zeiten in denen es für die Vimbucher Nachwuchskicker Trainingsprobleme gab, sind bald vorbei. Bis September 2013 wird die Sportvereinigung über drei neue Halbspielfelder mit Rasenfläche verfügen. In Erfüllung geht dieser langgehegte Traum dank der Unterstützung zahlreicher Rasenpaten.

Vor mehr als einem Jahr startete die Projektgruppe, die sich aus Mitgliedern der Ü40 zusammensetzt die Aktion „Rasenpatenschaft“. In 9112 Felder wurde die neue Spielfläche aufgeteilt. Mehr als die Hälfte wurde in den vergangenen Monaten bereits verkauft, so dass das Spendenkonto auf mittlerweile 56 300 Euro angewachsen ist. „Einfach großartig“, freut sich Projektleiter Klaus Seibicke, dass so viele Vimbucher Betriebe und Privatpersonen das Vorhaben unterstützen.

Bereits für zehn Euro ist ein Quadratmeter erhältlich. Alle Sponsoren erhalten eine Urkunde. Neben vielen Unternehmern, die teilweise bis zu 3000 Euro investierten, waren es vor allem Familien von Jugendspielern, die Patenschaften für Rasenflächen übernahmen oder auch ganze Mannschaften. Insbesondere die Jugendabteilung hat zudem zahlreiche Veranstaltungen wie den Sponsorenlauf oder HC-Cup zu Gunsten der neuen Rasenspielfläche veranstaltet. Darüberhinaus beteiligte sich der Vereine an bundesweiten Aktionen, die Vereinsengagement unterstützen und konnte so die Spendenkasse aufbessern. Auch im kommenden Jahr wird es wieder eine Reihe zusätzlicher Aktivitäten zur Finanzierung des großen Rasentraumes geben. „Schön, dass sich so viele mit unserem Verein identifizieren“, lobte Seibicke.

Gleichzeitig wertete er die breite Unterstützung auch als Zeichen für die Anerkennung der guten Jugendarbeit, die im Verein geleistet wird. „Wir haben eine der größten Jugendabteilungen im Bezirk Baden-Baden. Das ist sehr schön, bringt aber auch Herausforderungen mit sich“. Denn die Trainingsmöglichkeiten für die fünf Senioren-, 20 Kinder- bzw. Jugend- und drei AH-Mannschaften mit mehr als 300 Aktiven reichen schon seit Jahren nicht aus. So entstand die Idee den Hartplatz in einen Rasenplatz umzuwandeln und gleichzeitig zu erweitern. Dazu werden das an den Hartplatz angrenzende Kleinspielfeld und die Beachvolleyballanlage miteinbezogen.

Mit einer Gesamtinvestitionssumme von 210 000 Euro rechnet Klaus Seibicke. Ein 15-prozentiger Zuschuss ist von der Stadt Bühl zu erwarten, mit 30 Prozent beteiligt sich der Badische Sportbund an dem Umbau. Der Rest bleibt am Verein hängen. Allein 90 000 Euro will der Verein durch die Rasenpatenschaften refinanzieren. Weiter sind Eigenleistungen in Höhe von 25 000 Euro geplant.

Die große Mehrheit der Vereinsfamilie steht hinter dem Vorhaben und hat bei der Mitgliederversammlung grünes Licht für den Baubeginn gegeben, nachdem das Projekt „Rasenpatenschaften“ einen solchen Erfolg verbuchen konnte. Im April soll mit den Bauarbeiten begonnen werden. Bevor die Firma anrückt und aus dem Hartplatz einen Rasenplatz macht, sind die Mitglieder gefragt. Die Wege um das bisherige Feld werden abgebaut, die Flutlichtanlage demontiert, der Ballfang entfernt. „Was wir selbst machen können, wir davon uns erledigt“, erklärt Seibicke.

Autor: Judith

Judith Feuerer, Freie Journalistin

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